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Mehr Gelassenheit im Alltag

Ja! Bitte, mehr Gelassenheit und Geduld im Alltag. Her damit. Leider geht das nicht einfach auf Bestellung. Es gibt Sachen, die du tun kannst. Gleichzeitig musst du dich wirklich entscheiden, damit eine Veränderung im Alltag eine Chance hat. Wird eine Veränderung reichen? Nein…

Um anhaltenden Erfolg zu haben, muss dein Ziel sein: deine innere Haltung zu ändern (und das dauert…) Und welche innere Haltung du haben möchtest, das musst du für dich herauszufinden.

Dieser Beitrag ist Nummer 2 in einer Reihe. Nummer 1 kannst du hier lesen: Ruhe, Geduld und Gelassenheit im Elternalltag! Her damit!

Impulse:

Es ist leicht, die eigenen Kindern anzuschreien. Selbst die wohlmeinendsten Eltern können schreien, um ihr Kind endlich zum Zuhören zu bringen, nachdem sie mehrmals ignoriert wurden. Aber:

1. Entscheide dich

Was für ein Elternteil möchtest du sein? Welche Erziehung möchtest du ausüben? Was möchtest du, dass deine Kinder über dich sagen, wenn sie rückblickend auf ihren Kindheit blicken? Was möchtest du, dass du über die Kindheit deiner Kinder denkst, wenn du älter bist und zurückblicken kannst?

2. Evaluiere deine Situation

Überprüfe, wann du meistens verärgert bist. Gibt es ein Muster? Gibt es Situationen, die du sofort ändern kannst, damit du leichter deine Ruhe und Geduld bewahrst? Z.B. Ich habe mich früher beim Ins-Bett-Bringen meiner Kinder geärgert, denn ich wollte meine Ruhe haben. Dann habe ich angefangen Podcast zu hören, nach dem wir das Licht ausgemacht hatten. In der Zeit wo ich früher nur leise neben meinen Kindern gelegen habe. Diese kleine Veränderung hat mir geholfen mein Bedürfnis nach Ruhe schon während des Ins-Bett-Bringens zu erfüllen. Und plötzlich habe ich mich auf das Ins-Bett-Bringen gefreut und so wurde meine Einstellung dazu viel gelassener. Ich sage nicht, dass diese Lösung auch deine Lösung ist. Ich sage, suche nach einfachen Lösungen, die große Wirkung haben können.

3. Selbstfürsorge: Mach dich deiner Bedürfnisse bewusst und erfülle sie:

Wenn es dir nicht gut geht, wird es schwierig sein, gelassen und geduldig im Alltag zu sein. Stress und Nörgeln wird zum festen Bestandteil des Tages.

Dass es dir nicht gut geht ist ein Zeichen dafür, dass du unerfüllte Bedürfnisse hast. Selbstfürsorge heißt, sich um die eigenen Bedürfnisse zu kümmern und welche deine unerfüllten Bedürfnisse sind, das weißt nur du. Jetzt denkst du vielleicht “Aber ich kann nicht jeden Monat ins Spa fahren…”. Das stimmt. Aber es geht auch nicht darum. Es geht darum kleine Sachen im Alltag zu ändern, die dir bestehende Veränderung bringen kann. Z.B. Du wünscht dir mehr Zeit für dich. Wen kannst du um Hilfe bitten? Partner? Oma? Opa? Freunde? Babysitter? Etc.

Jetzt denkst du vielleicht: “Aber mein Kind ist viel zu klein um bei wem anders zu sein”. Wirklich? Findest du wirklich keine Lösung? Auch 20-30 Minuten wo du im Haus bleibst und Oma sich im Garten um das Kind kümmert werden dir helfen. Suche Lösungen für deinen Alltag, die dir passen.

Du darfst nach Hilfe fragen und du darfst dich um dich selbst kümmern.       

4. Kinder besser verstehen

Nein, Kinder sind nicht kleine Erwachsene. Sie sind eben Kinder und sollen wie Kinder behandelt werden. Lerne was Kinder wollen. Lerne was Kinder nicht wollen. Wenn du ein größeres Verständnis dafür kriegst, was dein Kind dir mit seinem Verhalten sagen möchte, dann wird es für dich einfacher sein deine Ruhe und Gelassenheit zu bewahren.

Kinder machen nicht Sachen um Böse zu sein. Sie erfüllen sich immer ein Bedürfnis. Z.B. das Bedürfnis von Spiel, Spaß, Neugier, Anerkennung, etc. Bevor du reagierst und eine Verurteilung loslässt: beurteile die Situation objektiv. Wenn es nicht sofort sichtlich ist was gerade passiert ist, dann frage nach und finde heraus was tatsächlich passiert ist.   

Dein Kind zeigt Widerwillen? Schaffe ein Verständnis für die Gefühle deines Kindes und warum dein Kind so fühlt. Dies erleichtert es, einfühlsam zu reagieren und ruhig zu bleiben.

Häufig wird von Kindern auch zu viel erwartet. Überprüfe deine Erwartungen an dein Kind. Sind sie zu hoch für das Alter des Kindes? Schraube sie herab. Es kann dir helfen, in bestimmten Situationen nicht  frustriert zu werden.

5. Lerne konstruktive Kommunikations- methoden

Entscheide, wie du in Konflikten handeln möchtest. Lerne Kommunikationsmethoden, die du verwenden kannst. Zum Beispiel: die Kommunikationsmethode in der gewaltfreie Kommunikation. Dazu hast du hier einen anderen Beitrag von mir.

Die gewaltfreie Kommunikation ist mehr als nur gewaltfrei kommunizieren. Es ist eher eine innere Haltung und eine Selbstreflexionsmethode. Warum sagen ich, lerne und wende diese Methode an? Ist es nicht manipulativ? Am Anfang brauchst du eine Methode und die Sicherheit, die dir diese Methode bringt. Nach einer Weile wirst du merken, dass sich deine innere Haltung geändert hat und dann brauchst du die Methode nicht mehr anwenden, sondern es ist in dir drin und du lebst die Haltung.  

6. Irritation auf dem Weg: Atmen und beobachten

Es hört sich so banal an und so nach Klischee. Gleichzeitig hilft es tatsächlich. Atme mehrmals ruhig und tief durch. Es senkt den Blutdruck und beruhigt. Beschreibe objektiv und ruhig, was du siehst. Es beruhigt sowohl dein Kind als auch dich selbst. Zähle ruhig bis 10, bevor du handelst. Denke positiv: “Ich kann es lösen”, “Ich behalte meine Gelassenheit”. Dann produziert der Körper weniger Stresshormon und es ist einfacher, ruhig zu bleiben.

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Geduld verloren? Was soll beachtet werden?

Es ist normal, sich in der Familie zu streiten. Solange der Streit richtig gehandhabt wird, kann er zu einer positiven Entwicklung des Kindes beitragen.

1. Verantwortung für eigene Gefühle nehmen

Frust und Irritation dürfen sein, so lange das Elternteil die Verantwortung für die eigenen Gefühlen tragen kann. Wie geht es? “Ich bin frustriert, weil ich müde bin und ich Ruhe brauche. Es hat nichts mit dir zu tun.”

2. Keine Anschuldigungen

Wie erwähnt, nimm Verantwortung für deine eigenen Gefühle. Das heißt auch, dass keine Anschuldigungen an das Kind kommuniziert werden. Dein Kind ist nicht Schuldig für sein Verhalten.

3. Fange das Kind emotional wieder auf

Ab und zu passieren denn doch die Situationen wo Eltern Sachen sagen, die sie nicht sagen wollen. Wenn es passiert. Finde zuerst deine innere Ruhe. Danach rede mit dem Kind darüber was passiert ist, ohne dem Kind die Verantwortung zu geben. Trage selbst die Verantwortung für deine Gefühle.

4. Gefühle als Signale unserer Bedürfnisse betrachten

Deine Gefühle sind Signale deiner Bedürfnisse und machen dich darauf Aufmerksam, dass du ein oder mehrere Bedürfnisse hast, worum du dich kümmern brauchst. Finde heraus, was du brauchst, damit es dir besser geht. Denn so wird es dir in anderen Situationen leichter fallen, deine Geduld zu bewahren und dich in dein Kind einfühlen.  

5. Schaffe Abstand

Wenn du sehr wütend bist: gehe in einen anderen Raum. Atme tief ein, schaue aus dem Fenster und beruhige dich. Dann geh zurück und kümmere dich um die Situation.

6. Umarme dein Kind

Wenn es die Situation erlaubt, umarme dein Kind. Der Körper produziert bei Körperkontakt Oxytocin, ein Glückshormon. Es hilft dir, dich zu beruhigen.

Vermeide diese 3 Dinge im Konflikt mit deinem Kind

1. Erziehen, wenn du noch wütend bist.

Wenn du wütend bist, ist es schwierig, deine Botschaft zu übermitteln, ohne zu bewerten und zu beschuldigen. Warte lieber, bis du nicht mehr wütend auf dein Kind bist

2. Erziehen, wenn dein Kind wütend ist

Der Teil des Gehirns deines Kindes, der für das Lernen verantwortlich ist, ist “ausgeschaltet”, wenn dein Kind wütend ist. Deine Erziehungsbotschaft wird dein Kind nicht erreichen.

3. Jegliche Gewalt!

3 Gründe, warum du im Konflikt mit deinem Kind ruhig bleiben solltest

  1. Dein Kind lernt aus deinem Verhalten und kopiert deine Verhaltensmuster
  2. Du kannst dein Kind erschrecken, wenn du wütend wirst
  3. Du fühlst dich besser, wenn du ruhig bleibst

Mein Fazit

Es ist normal, ab und zu sauer zu werden. Kein Mensch ist perfekt und jedes Elternteil ärgert sich manchmal über sein Kind. Wenn du dir mehr Gelassenheit und Geduld im Alltag wünscht, dann gibt es nur einen Weg: Kümmere dich um deine Bedürfnisse und ändere deine innere Haltung. So wirst du langfristig Erfolg haben. Die Tipps, die du in diesen Beitrag lesen kannst werden dir helfen. Gleichzeitig wird die Veränderung nicht über eine Nacht gehen. Du darfst diesen Weg gehen. Du schaffst es! Ich glaube an dich!

PS. Dieser Beitrag ist Nummer 2 in einer Reihe. Nummer 1 kannst du hier lesen: Ruhe, Geduld und Gelassenheit im Elternalltag! Her damit!

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