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Kind teilt nicht? Das kannst du machen!

Photo by cottonbro studio

Stell dir vor, du und deine 3-Jährige seid zu Hause. Deine Freundin und ihre 3-jährige Tochter kommen zu Besuch. Ihr redet und eure Kinder fangen an miteinander zu spielen. Die Tochter deiner Freundin geht direkt zum Spielzeugregal und nimmt sich ein Spielzeug. Deine Tochter geht direkt zu ihr und nimmt das Spielzeug aus den Händen der Freundin zurück. „Nein, meins“, sagt sie. Die Freundin nimmt direkt ein anderes Spielzeug und dann passiert dasselbe noch mal. Deine Tochter möchte ihre Sachen nicht ausleihen.

Du stehst daneben und beobachtest. Ein kleines Schamgefühl entwickelt sich gerade, denn du möchtest, dass die Tochter deiner Freundin auch etwas zu spielen hat. Gleichzeitig möchtest du deinem Kind nicht dazu zwingen, ihre Sachen auszuleihen. Nun weißt du nicht, was du tun kannst.

In diesem Beitrag rede ich übers Teilen und was du aus einer bedürfnisorientierten Perspektive tun kannst, wenn du in so einer Situation kommst.

Auf Instagram findest du zusätzlich 1 Beitrag und einen Reel zu diesem Thema. Und ich rede in meinem Podcast auch übers Teilen.

Über diese Links kommst du dorthin.

Link 1: Beitrag Instagram

Link 2: Reel Instagram

Link 3: Podcast-Episode noch nicht veröffentlicht. Der Link kommt in Kürze.

Was du in diesem Blogbeitrag erwarten kannst:

Zusammenfassung:

Wenn dein Kind nicht teilen möchte, ist dies völlig in Ordnung.

    • Indem du sein Nein zum Teilen akzeptierst, respektierst du seine Grenzen und zeigst deinem Kind, dass seine Meinung wichtig ist. So fühlt sich dein Kind sicher und du erfüllst seine Bedürfnisse nach Ernstgenommenwerden und Selbstbestimmung.

Die Fähigkeit zu teilen, entwickelt sich in der Kindheit.

    • Die Fähigkeit, teilen zu können, hängt eng mit der Entwicklung des Gerechtigkeitssinns und der Fähigkeit des Kindes zusammen, seine eigenen Bedürfnisse zurückzustellen. Dies wiederum steht in Verbindung mit der kognitiven Entwicklung.

Ebenso wichtig ist es, uns als Eltern unserer eigenen Gefühle bewusst zu sein und sie nicht auf unsere Kinder zu projizieren.

    • Scham, Peinlichkeit oder der Wunsch nach sozialer Akzeptanz sollten nicht die Treiber dafür sein, wie wir unsere Kinder in Bezug auf das Teilen anleiten. Diese Gefühle gehören den Elternteilen und nicht dem Kind.
    • Du darfst liebevoll dahinter schauen, um zu verstehen, welches unerfüllte Bedürfnis dahintersteckt. Vielleicht geht es um Zugehörigkeit?

Wenn du dein Kind zum Teilen zwingst, lernt es nicht das Teilen an sich, sondern es lernt,

    • dass seine Grenzen nicht respektiert werden,
    • dass seine Meinung nicht wichtig ist,
    • dass es OK ist, andere Menschen zum Teilen zu zwingen.

Es ist wichtig, dass du als Elternteil geduldig bist und das Teilen durch positives Vorbild vermittelst.

    • Statt dein Kind zu zwingen, schaffe eine Umgebung, in der das Teilen als positive Erfahrung erlebt wird.
    • Beginne früh, deinem Kind das Teilen vorzuleben, durch Spiele wie “Geben und zurückgeben”, und teile selbst Dinge mit deinem Kind.
    • Klare Familienabsprachen über das Teilen und den Umgang mit Spielzeug, insbesondere bei Gästebesuchen, können sehr hilfreich sein. Dies umfasst auch den respektvollen Umgang mit den Sachen anderer und die klare Kommunikation darüber, wem welches Spielzeug gehört.
    • Wenn Besuch kommt, sprich im Vorfeld darüber, welche Spielsachen geteilt werden können.
    • Zeige deinem Kind, dass du seine Gefühle und Meinungen ernst nimmst, und hilf ihm, sich sicher zu fühlen.
    • So unterstützt du dein Kind dabei, Vertrauen und die Bereitschaft zu teilen, aufzubauen.
    • Wenn dein Kind nicht teilen möchte, zeige Verständnis und Geduld. Es ist wichtig, das Kind in seinen Gefühlen zu verstehen, seine Grenzen zu respektieren und ihm zu zeigen, dass seine Meinung und Bedürfnisse wertgeschätzt werden.

Schließlich ist es entscheidend, sich daran zu erinnern, dass jedes Kind einzigartig ist.

  • Die Entwicklungsgeschwindigkeit und -richtung variiert von Kind zu Kind. Mit Geduld, Verständnis und unterstützenden Strategien wird das Kind lernen, zu teilen, und gleichzeitig die Wertschätzung seiner eigenen Bedürfnisse und Grenzen entwickeln.

Exkurs übers Teilen:

Beginnen wir mit einem Exkurs über das Teilen, bevor ich darüber spreche, wie du deinem Kind das Teilen beibringen kannst und was du tun kannst, wenn du in einer Situation landest, wie sie oben beschrieben wurde.

Die Fähigkeit zu teilen ist nicht angeboren, sondern etwas, das in der Kindheit erlernt wird. Einige Kinder beginnen bereits mit 2-3 Jahren zu teilen, andere erst mit 8-9 Jahren.

Die Fähigkeit, teilen zu können, hängt eng mit dem Sinn für Gerechtigkeit und der Fähigkeit des Kindes zusammen, eigene Bedürfnisse zurückzustellen. Dies wiederum ist verknüpft mit der Fähigkeit des Kindes zum Perspektivenwechsel. Um bewusst teilen zu können, muss das Kind den Perspektivenwechsel erlernt haben. Dies ist eine kognitive Fähigkeit, die sich allmählich ab dem Alter von 3-4 Jahren entwickelt. Je älter ein Kind ist, desto weiter entwickelt ist sein Gehirn und desto eher wird es bewusst teilen können.

Die Fähigkeit zu teilen, hängt jedoch nicht nur mit der kognitiven Fähigkeit zum Perspektivenwechsel zusammen, sondern auch mit dem Willen zu teilen. Um den Willen zu teilen zu entwickeln, muss sich das Kind sicher fühlen: sicher darin, dass es seine Sachen zurückbekommt, wenn es etwas verleiht; sicher darin, dass das Teilen auch umgekehrt funktioniert und somit gerecht ist; sicher darin, dass es nicht teilen muss, wenn es nicht möchte.

Teilst du gerne?

Lass uns einen Perspektivenwechsel vornehmen, um das Verständnis für das Thema “Teilen” noch zu vertiefen. Stell dir die folgende Situation vor:

Du bist zu einem Meeting eingeladen. Du kommst dorthin und hast deinen Stift, Block, Computer, Handy und Kaffee dabei. Im Meetingraum sitzen vier weitere Kollegen, die du nur vom Sehen kennst. Du trittst in den Raum und setzt dich an den Tisch. Du legst deine Sachen vor dir ab. Dann sagt deine Chefin:

„Hanna! Wie gut, dass du da bist. Ich sehe, dass du einen Stift, Block, Computer und ein Handy dabei hast. Gibst du Erika dein Handy? Sie braucht dringend etwas, um Notizen zu machen.“

Widerwillig gibst du Erika dein Handy. Dann sagt deine Chefin:

„Hanna, benötigst du deinen Stift und Block eigentlich? Patrick bräuchte dringend auch etwas zum Schreiben. Sei so nett und gib ihm deinen Stift und das Papier.“

Du schaust zu Patrick. Er grinst dich an. Widerwillig reichst du ihm deinen Stift und das Papier. Deine Chefin fährt fort:

„Ach je, ich habe meinen Computer vergessen. Ich brauche Zugang zum internen Netzwerk. Ich nehme deinen Computer, Hanna. Du bekommst ihn später zurück.“

Nun sitzt du da, lediglich mit deinem Kaffee vor dir, und fragst dich, ob es eine Rolle spielt, was du empfindest. Naja, wenigstens hast du noch deinen Kaffee.

In dem Moment sagt dein Kollege, der neben dir sitzt:

„Oh nein. Ich habe aus Versehen aus deiner Tasse Kaffee getrunken… Das tut mir leid. Aber du kannst dir ja später einen neuen holen. Ich behalte ihn jetzt.“

Dann sagt deine Chefin:

„Oh, wie rücksichtslos von mir. Ich habe ja nicht einmal gefragt, ob es okay für dich ist, dass ich mir deinen Computer ausleihe. Es ist in Ordnung für dich, oder?“

Teilst du nun gerne?

Möchtest du toxischem Verhalten Lebewohl sagen?

Onlinekurs für Eltern: Verwandle deine Elternschaft

Toxischem Verhalten wie “wenn, dann”-Drohungen Lebewohl sagen. Und stattdessen eine liebevolle und kooperative Beziehung zum Kind aufbauen.

Das sagen Kursteilnehmer

Franziska
Franziska
Absolute empfehlung!
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Dieser Kurs ist einfach super! Ich kann ihn wirklich nur empfehlen! Ich habe sofort eine Veränderung in meinem eigenen Verhalten und in dem meiner Kinder bemerkt als ich die Hinweise und Inhalte des Kurses umgesetzt habe. Mein Eindruck ist, dass ich seither eine innigere Verbindung zu meinen Kindern habe und sie und ihr Verhalten besser verstehe. Dank Karin und ihrem Kurs sind deshalb bei uns in der Familie Streit, Drohungen und Bestrafungen tatsächlich weniger geworden. Wir sind noch bei weitem nicht da, wo wir gerne wären, aber der erste Schritt ist getan und ich möchte unbedingt weiter daran arbeiten. Auch meinem Mann sind die Veränderungen aufgefallen und wir ziehen jetzt an einem Strang. Die Inhalte des Kurses sind thematisch sehr klug und durchdacht aufeinander aufgebaut. Super finde ich, dass ich weiterhin auf die Inhalte zugreifen kann und den Kurs für mich sogar nochmal wiederholen kann. Nicht zuletzt möchte ich Karin danken, die mit ihrer wirklich tollen, einfühlsamen und zugleich sehr professionellen Art immer erreichbar war bzw. ist und gerade in den Q&As sehr ausführlich auf Fragen der Teilnehmenden geantwortet hat. Ich freue mich, weiterhin Teil der HappyFam-Community zu sein und möchte alle Eltern (sollten sie noch zögern) dazu ermutigen, diesen Kurs zu machen!
Z
Z
Absolute empfehlung!
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absolute empfehlung! sehr vielschichtige informationen wie man mehr leichtigkeit in den alltag bringen kann. einfach anzuwenden und zu merken, auch das karin immer wieder betont nicht zuviel auf einmal zu machen/verändern nimmt unnötigen druck raus. die q&a‘s sind für mich mein highlight gewesen, soviel zeit und liebe in den antworten, fast wie ein einzelcoaching! und das alles in einem paket. ich freue mich weiter mit dir in verbindung zu bleiben 😉
Aileen
Aileen
Es lohnt sich wirklich!
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Ich habe lange überlegt, ob ich mir diesen Kurs wirklich leisten kann. Nach einigen schwierigen Tagen mit meinen Kids (2 und 3) habe ich es dann doch gewagt. Voller Euphorie habe ich gestartet. Leider wurden meine Kinder und ich direkt in Woche 1 des Kurses krank, was zu einem Stop für mehrere Wochen führte. Da in Modul 1 für mich persönlich nicht so viele neue Erkenntnisse zu finden waren, habe ich es dann ein bisschen schleifen lassen. Als ich mich dazu durchgedrungen hatte, trotz anstrengendem Alltag mit dem Kurs fortzufahren, wurde meine Mühe belohnt. Mein persönlicher "Durchbruch" kam in Modul 3. Unfassbar, dass mir solche Erkenntnisse trotz Studieren etlicher Mami-Blogs noch nie vorher aufgezeigt wurden. Für die Mamas und Papas, die noch zögern, kann ich ruhigen Gewissens sagen: Nehmt das Geld in die Hand! Nicht nur für eure Kinder (das war mein Antrieb), sondern vor allem für euch selbst. Es lohnt sich wirklich!
Sara
Sara
Toller Kurs der sein Geld echt wert ist.
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Toller Kurs, der sein Geld echt wert ist. Bei Beginn direkt erste Veränderungen gespürt, verstehe meine Kinder und mich viel besser. Mein größter Aha Moment: schlechte und unangenehme Gefühle dürfen sein. Ich begleite meine Kinder jetzt dabei und es fühlt sich so viel besser an als dagegen anzukämpfen. Mir hat der Kurs wirklich geholfen und meine Erwartungen übertroffen. Danke
Sara
Sara
Vieles fühlt sich leichter an
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Ich habe lange überlegt, ob ich den Kurs machen soll - letztendlich habe ich ihn mir selbst zum Geburtstag geschenkt, weil es mir einfach so wichtig war, noch mehr über die bedürfnisorientierte Elternschaft zu erfahren, die ich ja leben möchte und Impulse für verschiedene Situationen zu erhalten. Es war auf jeden Fall eine super Entscheidung und der Kurs sowie die angenehme Begleitung durch Karin haben mir schon viel weitergeholfen. Vieles fühlt sich leichter an und ich kann den Kurs wirklich nur weiterempfehlen 🙂
Nicole
Nicole
Ich kann den Kurs total empfehlen
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Ich kann den Kurs total empfehlen, man kann ihn flexibel durch gehen und hat eine ganz liebe Ansprechpartnerin, die man alles Fragen kann und wirklich schnell antwortet. Obwohl ich den Kurs noch nicht ganz fertig abgeschlossen habe, konnte ich schon sehr viel mit nehmen und man kann viel schneller erkennen was das Kind in verschiedenen Situationen brauch. Bin froh das ich den Kurs gebucht habe und immer wieder rein schauen kann.
Sonja
Sonja
Ich kann diesen Kurs von Herzen jeder Mama und/oder jedem Papa empfehlen.
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Ich kann diesen Kurs von Herzen jeder Mama und/oder jedem Papa empfehlen. Da jeder sich diesen selbständig durcharbeiten kann, passt er sich jedem an und ist für jeden geeignet und machbar. Es ist alles gut strukturiert und einfach erklärt. Auch auf Fragen antwortet Karin professionell und hilft bei Problemen. Durch den Kurs wurde mir einiges viel klarer und unser Familienleben wird immer harmonischer. (Wir sind noch nicht da wo wir hin wollen, aber wir dürfen noch mehr in die Praxis umsetzen). Ich bin mir sicher, dass unsere Kinder von diesem Kurs heute schon viel profitiert haben und weiterhin noch sehr viel profitieren können. Danke Karin! Ich bin so froh, habe ich mich für diesen Kurs entschieden...
Semra
Semra
Es hilft einem die Sicht des Kindes zu verstehen und man kann besser handeln.
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Ich kann diesen Kurs nur weiterempfehlen. Obwohl ich noch nicht fertig bin mit dem Kurs hat es mir schon gezeigt wie ich besser auf die Bedürfnisse meiner Tochter eingehen kann. Es hilft einem die Sicht des Kindes zu verstehen und man kann besser handeln. Es gibt auch Bücher zu dem Kurs, was ich ganz toll finde weil man es auch mal eben nachschlagen kann und einfach flexibel ist. Super finde ich auch, dass ich immer Zugriff auf diesen Kurs habe und meine Frage jederzeit beantwortet werden. Karin ist super zuvorkommend und total freundlich. Ich bin froh dass ich auf ihre Seite gelangt bin und bedanke mich ganz herzlich bei ihr!
Anja
Anja
Super finde ich, dass es Bücher, Videos und Audios gibt.
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Wir haben nur eine Komponente am Anfang geändert und schon war es in einigen Situationen viel leichter. Es ist und bleibt ein Prozess von vielen kleinen Schritten und Veränderungen die zu mehr Gelassenheit und Leichtigkeit mit unseren Kindern führen, man ändert sein Bewusstsein. Super finde ich, dass es Bücher, Videos und Audios gibt. So kann wirklich immer zwischendurch gehört, gelesen oder geschaut werden. Der Inhalt ist leicht zugänglich und prägnant gehalten. Vielen Dank
Jasmin
Jasmin
Ich habe gelernt, es aus den Augen eines Kindes zu sehen.
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Der Kurs hat mir gut gefallen und ich bin noch längst nicht fertig alles immer so umzusetzen. Ich habe gelernt, es aus den Augen eines Kindes zu sehen. Ich durfte viele Fragen stellen und habe immer ausführliche Antworten bekommen, vielen Dank dafür, liebe Karin.
Sarah
Sarah
Ich bin so glücklich, dass ich ihn gefunden habe.
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Aufgrund des starken Altersunterschiedes zwischen meinem Mann und mir haben wir sehr unterschiedliche Erziehungsstile. Mein Ziel war es, die Bedürfnisse meiner Kinder besser zu erkennen und zu verstehen, um dann meinen Mann in einen weniger autoritären Stil zu begleiten. Ich habe den Kurs in meinem eigenen Tempo absolviert bzw. bin immer noch dabei und bin so glücklich, dass ich ihn gefunden habe. In Kombination mit den Eltern Cards kommen wir inzwischen so viel besser zurecht. Liebe Karin, ich bin dir so dankbar. Mach weiter so!!!
Lesley-Anne
Lesley-Anne
Riesen Pluspunkt ist die Flexibilität!
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Ich kann den Kurs wirklich empfehlen! Riesen Pluspunkt ist die Flexibilität. Ich muss keinen starren Terminen folgen, sondern kann alles in meinem Tempo erledigen. Auch, dass man einen Ansprechpartner hat ist sehr schön und Fragen werden immer zügig beantwortet. Ich habe den Kurs noch nicht abgeschlossen, aber ich habe trotzdem schon sehr viel mitgenommen und freue mich darauf ihn abzuschließen. Man erkennt Situationen und Fehler seinerseits viel schneller und kann daran etwas ändern. Wirklich Top👍
Jessica
Jessica
Eigentlich sollten wirklich alle Eltern so einen Kurs machen
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Ich kann den Kurs zu 100% empfehlen. Er ist super aufgebaut und man kann den Kurs für sich flexibel planen. Die Übungen dazu sind toll & durchdacht und man kann nicht nur theoretisch erkennen was man besser /anders machen kann, sondern auch gleich praktisch üben. Ich habe selber sehr von diesem Kurs profitiert und viele Dinge erkannt die mir gar nicht so bewusst waren davor. Für mich hat sich meine Elternschaft dadurch transformiert und die Bindung zu meinen Kindern ist noch besser geworden. Riesenlob -ein wirklicher Top Kurs, der die Augen öffnet und einfach super hilfreich ist!!! Eigentlich sollten wirklich alle Eltern so einen Kurs machen…Toll!!! Weiter so!!
Jacqueline
Jacqueline
Der Kurs hilft einige Blickwinkel zu verändern und neue Ansätze zu lernen
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Liebe Karin, vielen Dank für den tollen Kurs. Ich finde es prima den Kurs sowohl online als auch mit den lernbüchern machen zu können. So kann man wirklich immer wieder und völlig flexibel den Kurs bearbeiten. Fragen werden beantwortet. Der Kurs hilft einige Blickwinkel zu verändern und neue Ansätze zu lernen. Man reflektiert sich auch selbst sehr. Außerdem ist der Kurs sehr liebevoll gestaltet. Karin ist super angenehm und erklärt gut. Prima Kurs, danke!
Amanda
Amanda
Ich bin sehr begeistert von dem Kurs 🤩
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Ich bin sehr begeistert von dem Kurs 🤩 Leider bin ich noch nicht komplett durch aber durch den Aufbau und die tollen Module kann ich immer schrittweise nach meinem Tempo den Kurs machen und habe dadurch viel gelernt. Durch die Fragen der anderen Teilnehmer habe ich auch schon viel mitnehmen können und finde den Kurs einfach wirklich empfehlenswert ❤️
Jessica
Jessica
Am besten finde ich dass sogar persönliche Fragen während dem Kurs beantwortet werden.
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Mir hat der Kurs wirklich sehr gut gefallen. Er ist gut strukturiert und die Erklärungen sind einfach und schlüssig. Am besten finde ich dass sogar persönliche Fragen während dem Kurs beantwortet werden, da konnte ich für mich sehr viel mitnehmen. Ein weiteres Plus ist dass man die Module lesen, hören und sehen kann, je nachdem was gerade am besten passt. Auch der lebenslange Zugriff ist für mich ein riesen Plus, so kann man auch nach dem Kurs von dem Austausch profitieren. Dazu kommt noch Karin mit ihrer unheimlich sympathischen Art. Also ich kann den Kurs wirklich jedem empfehlen!
Caroline
Caroline
Das Übungsbuch lädt dazu ein, sich intensiv mit seinen Problemen auseinanderzusetzen
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Danke Karin für diesen wertvollen Kurs, der uns sehr sehr viel Input und Wissen vermittelt hat. Dass ich in meinem eigenen Tempo \"lernen\" kann und zwischen Videos und einem Kursbuch wählen kann, ist für mich ein großer Pluspunkt. Auch das Übungsbuch lädt dazu ein, sich intensiv mit seinen Problemen auseinanderzusetzen. Danke für die Möglichkeit, dir 1:1 Fragen stellen zu können, die du immer sehr ausführlich und beruhigend beantwortet hast. Ich fühlte mich beim Lesen der Antworten immer Ernst genommen und verstanden.
Daria
Daria
Ich erlebte und erlebe so viele Aha-Momente seit ich mit deinen Unterlagen arbeite.
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Liebe Karin Ich bin sehr dankbar und froh, dass ich die Möglichkeit wahrnehmen durfte an deinem Kurs teilzunehmen. Ich erlebte und erlebe so viele Aha-Momente seit ich mit deinen Unterlagen arbeite und nehme alles noch bewusster wahr. Die Kursbücher sind mit viel Liebe gestaltet super übersichtlich und toll zum immer wieder anschauen und nachlesen. Die Videos und der ganze Aufbau des Kurses sind sehr professionell und man spürt das alles von Herzen kommt. Auch dass du alle Fragen so kompetent beantwortest finde ich mega toll! Ich kann den Kurs nur weiterempfehlen! Einfach so toll und eine Bereicherung für alle die ihn umsetzen. Vielen herzlichen Dank für deine Arbeit und dein Engagement.
Cindy-Amelie
Cindy-Amelie
Der Kurs hat mir sehr geholfen mein Kind besser zu verstehen
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Der Kurs hat mir sehr geholfen mein Kind besser zu verstehen und gelassener an Situationen heranzutreten. Er ist sehr hilfreich auch im Nachhinein man kann ja immer wieder nachlesen. Fragen werden schnell beantwortet.
Margit
Margit
Der Kurs ist sehr ausführlich und nachvollziehbar aufgebaut.
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Der Kurs ist sehr ausführlich und nachvollziehbar aufgebaut. Leider bin ich bisher aus persönlichen Gründen nicht so weit gekommen wie ich es gerne wäre. Meine gestellte Frage wurde schnell beantwortet. Die Antwort ist Lösungsorientiert und einfach umzusetzen.
Rebecca
Rebecca
"Aha-Erlebnis" und eine sortige Verbesserung im Familienalltag!
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Lieber Happyfam-Team, mir hat der Kurs wirklich sehr gut gefallen. Es war alles sper verständlich erklärt und ich konnte es sofort in meinen Alltag umsetzten. Oft hatte ich auch ein sofortiger "Aha-Erlebnis" und eine sortige Verbesserung im Familienalltag! Ich kann den Kurs wirklich jedem ans Herz legen, der eine Erziehung auf Augenhöhe möchte und nicht immer mit Drohungen und Verboten handhaben möchte. Danke dafür! Liebe Grüße Rebecca
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Das kannst du tun, um deinem Kind das Teilen beizubringen:

Du kannst schon früh damit beginnen, deinem Kind das Konzept des Teilens vorzuleben. Ihr könnt „Geben und zurückgeben“ spielen, um so dem Kind zu zeigen, dass es die Sache zurückbekommt. Du kannst selbst deine Sachen, die du teilen möchtest, mit deinem Kind teilen.

Ihr könnt klare Absprachen in der Familie treffen, wie ihr mit dem Teilen umgeht. Zum Beispiel,

  • Dass die Person entscheidet, der die Sache gehört, ob sie teilen möchte.
  • Dass Dinge nicht aus der Hand gerissen werden dürfen, sondern es wird gefragt.
  • Dass Gemeinschaftsdinge allen gehören und dass ihr euch dann abwechselt, falls mehrere Personen dieselbe Sache haben möchten.

Wenn ihr Gäste zu Besuch habt, könnt ihr im Vorfeld darüber reden, welche Sachen das Kind gar nicht ausleihen möchte, und diese Sachen legt ihr zur Seite, sodass sie nicht zum Spielen zur Verfügung stehen.

Du kannst einen besonderen Korb mit Spielsachen haben, die dir gehören und über die du entscheidest. Über diese Spielsachen kannst du entscheiden, dass auch Gäste damit spielen dürfen. Hier ist es wichtig, dass dies von Anfang an klar ist, sodass dein Kind bereits vom Kauf des Spielzeugs weiß, dass es deine Sachen sind und du darüber entscheidest.

Wenn dein Kind traurig wird, wenn es sieht, dass andere Kinder mit den Spielsachen spielen, die dir gehören, dann begleite das Gefühl deines Kindes empathisch. Es darf traurig sein. Und du darfst dieses Gefühl mit deinem Kind aushalten. Sag Dinge wie: „Du bist traurig.“ „Du möchtest jetzt auch mit dem Spielzeug spielen.“ „Das sieht aus, als macht das Spielzeug Spaß und du möchtest es auch haben.“ „Hast du Angst, dass wir das Spielzeug nicht zurückbekommen werden?“ „Du möchtest über das Spielzeug selbst entscheiden.“ Usw.

Wenn du weißt, dass dein Kind gerade gar nicht möchte, dass andere Kinder mit euren Sachen spielen, dann kannst du deinen Besuch im Vorfeld informieren und bitten, einige Spielsachen von zu Hause mitzubringen.

Ab 4-5 Jahren kannst du deinem Kind kleine Aufgaben geben, bei denen es das Teilen üben darf. Zum Beispiel kann es Rosinen in zwei gleiche Haufen aufteilen. Anschließend darf es einen Rosinenhaufen an das Geschwisterkind abgeben und sich den anderen nehmen. Beim nächsten Mal macht ihr es umgekehrt. Das Kind, das beim letzten Mal aufgeteilt hat, darf dieses Mal darauf warten, dass das andere Kind teilt.

Du kannst deinem Kind Fragen stellen, wie: „Wäre das in Ordnung für dich, wenn wir es so machen, wie du es jetzt vorgeschlagen hast?“ oder „Was denkst du, was dein Bruder von deinem Vorschlag halten wird?“

Zeige deinem Kind Geduld. Teilen zu lernen ist eine anspruchsvolle Fähigkeit, die Zeit in Anspruch nehmen kann. Du bist da und hilfst deinem Kind liebevoll dabei, dies zu lernen.

Wenn dein Kind nicht teilen möchte, ist dies völlig in Ordnung. Indem du sein Nein zum Teilen akzeptierst, respektierst du seine Grenzen und zeigst deinem Kind, dass seine Meinung wichtig ist. So fühlt sich dein Kind sicher und du erfüllst seine Bedürfnisse nach Ernstgenommenwerden und Selbstbestimmung.

Das kannst du tun, wenn ihr Besuch habt und dein Kind seine Sachen nicht ausleihen möchte:

Vermutlich waren alle Eltern schon einmal in dieser Situation: Ihr habt Besuch und dein Kind möchte seine Sachen nicht ausleihen. Nun steht das Kind, das zu Besuch ist, ohne Spielsachen da.

Du möchtest dein Kind nicht zwingen, seine Sachen auszuleihen. Was kannst du also tun?

Bleibe in deiner Klarheit. Du möchtest dein Kind nicht dazu zwingen, seine Sachen auszuleihen, weil es dir wichtig ist, seine Grenzen zu wahren. Sag deinem Kind, dass es selbst entscheiden darf, ob und welches Spielzeug es ausleihen möchte.

Sage, dass sich das andere Kind sicher über ein Spielzeug freuen würde und dass du gerne wartest, bis dein Kind bereit ist, etwas auszuleihen. In der Zwischenzeit, während ihr wartet, holst du ein anderes Spielzeug, das dir gehört, und gibst es dem Kind, das zu Besuch ist.

Rede empathisch mit dem anderen Elternteil darüber, was gerade passiert. Erkläre, wie du denkst, dass die andere Person sich fühlt und was sie braucht. Das könnte sich wie folgt anhören: „Erik ist noch nicht bereit, etwas von seinen Spielsachen auszuleihen. Und ich möchte ihn nicht dazu zwingen. Ich glaube, dass Erik bald dazu bereit sein wird, etwas auszuleihen. In der Zwischenzeit hole ich ein anderes Spielzeug, sodass Peter etwas zum Spielen hat. Ich kann voll und ganz nachvollziehen, wenn du das ärgerlich findest, denn du möchtest sicherlich, dass Peter selbst entscheiden kann, mit welchem Spielzeug er spielen möchte.“

Erhalte Elternmails und
sichere dir 2 eBooks kostenlos!

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Fülle das Formular mit deinem Namen und deiner E-Mail-Adresse aus. Wenn du das Formular nicht sehen kannst, klicke auf den Link “Formular laden”, um zu bestätigen, dass du das Formular anzeigen möchtest.

Q&A bedürfnisorientiert

Frag dich zuerst, worum es dir geht. Das beinhaltet, die Situation zu verstehen, deine Gefühle und deine Bedürfnisse in der Situation zu verstehen. Dann fragst du dich, worum es den anderen, die in der Situation dabei sind, geht. Das beinhaltet, die Situation zu verstehen, die Gefühle der anderen und die Bedürfnisse der anderen Personen zu verstehen. Danach kannst du überlegen, was getan werden kann.

Es geht darum, eine Lösung zu finden, mit der die Bedürfnisse aller gesehen werden. Es ist dann hilfreich zu überlegen, wie sich die Personen, die dabei sind, fühlen. Wenn du unangenehme Gefühle identifizierst, wie Wut, Traurigkeit, Scham usw., dann kannst du davon ausgehen, dass es unerfüllte Bedürfnisse gibt. Überlege dann, mit welchen Handlungsmöglichkeiten diese Bedürfnisse erfüllt werden können.

Oft geht es beim Thema Teilen um Wut oder Traurigkeit bei Kindern. Und bei Eltern geht es oft um Scham, wenn das Kind nicht teilen möchte. Überlege dann, was du tun kannst, um die Bedürfnisse hinter diesen Gefühlen zu erkennen.

Vielleicht braucht ein Elternteil, der Scham empfindet:

  • Klarheit darüber, dass es okay ist, nicht zu teilen,
  • oder einen Plan, wie vorgegangen werden kann, wenn das Kind nicht teilen möchte,
  • oder es will mit seinem Besuch im Vorfeld gesprochen haben, sodass klar ist, dass der andere Elternteil sich hätte vorbereiten können,
  • oder das Wissen, dass es wertvoll und liebenswert ist, auch wenn sein Kind nicht teilen möchte. Der Selbstwert steht nicht in Verbindung mit dem Teilen des Kindes.
  • Oder es braucht etwas ganz anderes, um sich wohl zu fühlen.

Vielleicht braucht ein Kind, das Wut oder Traurigkeit empfindet:

  • die Sicherheit, zu wissen, dass es gefragt wird, bevor seine Sachen verliehen werden,
  • oder die Sicherheit, zu wissen, dass niemand mit seinen Lieblingssachen spielt,
  • oder die Sicherheit, zu wissen, dass es okay ist, seine Sachen nicht verleihen zu wollen.
  • Oder es braucht etwas ganz anderes, um sich wohl zu fühlen.

Diese konkreten Handlungsmöglichkeiten erweisen sich oft als hilfreich für viele Eltern:

  • Entscheide im Vorfeld, welche Spielsachen deinem Kind gehören und über die dein Kind entscheidet, ob sie geteilt werden oder nicht. Zu den Dingen, über die dein Kind entscheiden kann, gehören auch Lieblingsspielzeuge.
  • Bestimme, welche Spielsachen von allen benutzt werden dürfen.
  • Führe Regeln ein, wie zum Beispiel: Dinge werden nicht aus der Hand gerissen; es wird gefragt. Die Person, die gerade mit einem Spielzeug spielt, entscheidet, ob sie es teilen möchte.
  • Haltet Spielsachen bereit, mit denen alle spielen dürfen, für den Fall, dass ein Kind mit einem Spielzeug spielen möchte, das gerade nicht verfügbar ist.
  • Sei klar in deiner Haltung, wenn ein anderes Kind mit einem Lieblingsspielzeug deines Kindes spielen möchte. Unterstütze dein Kind dabei, bestimmte Spielsachen nicht zu verleihen, um sein Bedürfnis nach Sicherheit zu erfüllen. Gleichzeitig hilfst du dem anderen Kind, ein alternatives Spielzeug zu finden, damit alle Spaß haben können.
  • Du kannst die Besucher auch im Vorfeld darum bitten, eigene Spielsachen mitzubringen, um den Druck beim Thema Teilen zu verringern. Wenn weniger Druck herrscht, klappt das Teilen meist besser.

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Wenn ihr zu Besuch bei Freunden seid, kannst du wie in der letzten Frage beschrieben vorgehen und zusätzlich beachten, dass alle Dinge den Freunden gehören. Also entscheidet die Person, bei der ihr seid, ob geteilt wird, oder nicht. Du kannst mit dem Elternteil, den ihr besucht, sprechen, um zu verstehen, wie die Situation aussieht, sodass du die Möglichkeit hast, dich und dein Kind vorzubereiten. Du und dein Kind könnt entscheiden, ob ihr Spielsachen zum Treffen mitbringt. Wenn ihr Spielsachen dabeihabt, seid ihr sicher, dass es etwas zum Spielen geben wird. So gibt es weniger Druck, dass das Teilen klappen muss.   

Als Erstes überlegst du, welche Gefühle du identifizieren kannst und welche unerfüllten Bedürfnisse dahinterstecken könnten. Dann überlegst du, welche Handlungsmöglichkeiten es gibt, um diese Bedürfnisse zu erfüllen. So wirst du viele Handlungsoptionen für deine spezifische Situation herausfinden, die du ausprobieren kannst.

 

Diese konkreten Handlungsmöglichkeiten erweisen sich oft als hilfreich für viele Eltern:

  • Führe allgemeine Absprachen mit dem Kind ein:
    • Wenn Essen auf dem Teller liegt, gehört es dieser Person. Sie entscheidet, ob sie ihr Essen teilen möchte.
    • Essen, das allen gehört, kann von allen genommen werden.
    • Wer zuerst zum Tisch kommt, bekommt auch zuerst etwas zu essen.

Es kann auch sinnvoll sein, sich zu überlegen, welche Konflikte beim Essen oft auftreten, und welches Bedürfnis dahintersteckt. Basierend darauf, könnt ihr weitere Absprachen im Vorfeld treffen. Zum Beispiel: Wenn ein Kind ärgerlich oder traurig ist und du vermutest, dass ein Bedürfnis nach Gerechtigkeit dahintersteht, könnt ihr im Vorfeld überlegen, wie das Lieblingsessen gerecht aufgeteilt werden könnte. Denke daran, dass gerecht nicht immer bedeutet, dass etwas gleich aufgeteilt ist. Lasst gerne die Kinder mit Ideen kommen, was sie als fair empfinden.

Auch hier überlegst du, welche Gefühle du identifizieren kannst und welche unerfüllten Bedürfnisse dahinterstecken könnten. Dann überlegst du, welche Handlungsmöglichkeiten es gibt, um diese Bedürfnisse zu erfüllen.

 

In dieser Situation könnte ich mir vorstellen, dass das 5-jährige Kind Neid oder Traurigkeit empfindet. Dahinter könnten Bedürfnisse nach Zuwendung, Selbstwert, Spiel und Spaß oder Gerechtigkeit stehen. Basierend darauf, welches Bedürfnis du als unerfüllt ansiehst, kannst du dir überlegen, welche Handlungsmöglichkeiten du hast. Zum Beispiel:

  • Wenn du denkst, dass das 5-jährige Kind Zuwendung braucht, gib ihm diese bereits bevor die Situation mit dem 2-jährigen Kind entsteht. Hilf dem 5-jährigen Kind, ein Spielzeug für sich zu finden, und spiele zusammen mit ihm. So erfüllst du nicht nur das Bedürfnis nach Zuwendung, sondern auch nach Spiel und Spaß sowie Selbstwert.
  • Wenn du denkst, dass es um Gerechtigkeit geht, sprich mit deinem Kind darüber, was es als gerecht empfindet. Danach könnt ihr überlegen, was davon möglich wäre umzusetzen.
  • Wenn du denkst, dass dein Kind Orientierung braucht, wie in eurer Familie mit dem Teilen umgegangen wird, dann sprich im Vorfeld und immer wieder darüber. Trefft Absprachen darüber, wie ihr das Thema Teilen in eurer Familie handhaben möchtet.

Diese Situationen lösen sich meist am besten, bevor sie entstehen. Sind sie bereits entstanden, kommen andere Bedürfnisse dazu, wie Schutz und Sicherheit.

Ich gehe jetzt davon aus, dass ihr bereits Absprachen in der Familie getroffen habt, dass gefragt wird, bevor ein Spielzeug genommen wird.

Ja, du solltest eingreifen. Allerdings solltest du nicht das Spielzeug vom 5-jährigen Kind entreißen, ohne zu fragen. Dies würde nämlich dem Kind beibringen, dass es okay ist, Dinge aus der Hand zu reißen.

In dieser Situation geht es darum, deine innere Grenze aufzuzeigen und dem Kind so Orientierung zu geben, was okay ist und was nicht. Dann findest du einen Weg, zusammen mit deinem Kind, wie es der Absprache, erst zu fragen, nachkommen kann und wie es das Spielzeug zurückgeben kann. Deine Haltung ist klar: Dinge werden nicht aus der Hand gerissen. Du hilfst deinem Kind, ein anderes Spielzeug für sich zu finden, und das Spielzeug, das es aus der Hand gerissen hat, zurückzugeben. Dies passiert ohne Bestrafung oder Belohnung. Deine Klarheit und Geduld werden deinem Kind helfen.

Auch hier überlegst du, welche Gefühle du identifizieren kannst und welche unerfüllten Bedürfnisse dahinterstecken könnten. Dann überlegst du, welche Handlungsmöglichkeiten es gibt, um diese Bedürfnisse zu erfüllen.

Zu diesem Thema habe ich neulich einen anderen Blogbeitrag geschrieben. Du findest ihn hier.

Fazit

Ein Kind zum Teilen zu zwingen kann kontraproduktiv sein und zu negativen Assoziationen mit Teilen führen. Wenn dein Kind nicht teilen will, ist das in Ordnung. Teilen zu lernen ist ein Prozess, der von Kind zu Kind verschieden ist. Es ist eine Fähigkeit, die sich im Laufe der Kindheit entwickelt und eng mit der kognitiven und emotionalen Entwicklung des Kindes verbunden ist.

Es ist wichtig, dass du als Elternteil geduldig bist und das Teilen durch positives Vorbild vermittelst. Statt dein Kind zu zwingen, schaffe eine Umgebung, in der das Teilen als positive Erfahrung erlebt wird. Wenn Besuch kommt, sprich im Vorfeld darüber, welche Spielsachen geteilt werden können. Zeige deinem Kind, dass du seine Gefühle und Meinungen ernst nimmst, und hilf ihm, sich sicher zu fühlen. So unterstützt du dein Kind dabei, Vertrauen und die Bereitschaft zu teilen, aufzubauen.

Ebenso wichtig ist es, uns als Eltern unserer eigenen Gefühle bewusst zu sein und sie nicht auf unsere Kinder zu projizieren. Scham, Peinlichkeit oder der Wunsch nach sozialer Akzeptanz sollten nicht die Treiber dafür sein, wie wir unsere Kinder in Bezug auf das Teilen anleiten. Diese Gefühle gehören den Elternteilen und nicht dem Kind.

Schließlich ist es entscheidend, sich daran zu erinnern, dass jedes Kind einzigartig ist. Die Entwicklungsgeschwindigkeit und -richtung variiert von Kind zu Kind. Mit Geduld, Verständnis und unterstützenden Strategien wird das Kind lernen, zu teilen, und gleichzeitig die Wertschätzung seiner eigenen Bedürfnisse und Grenzen entwickeln.

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Gefühle verstehen und begleiten lernen.
Bedürfnisse verstehen und erfüllen.

Wie du die Gefühle deines Kindes verstehst und begleitest, sodass herausfordernde Alltagssituationen zu stärkenden Momenten werden.

Wie du deinem Kind hilfst, zufriedener und erfüllter zu sein, ohne dass du deine Bedürfnisse aus dem Blick verlierst.