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Schulstart

1.
Fühlt dein Kind starke Gefühle für den Schulstart?

Lass uns direkt in das Thema springen. Lass uns zuerst darüber reden, was es für dein Kind bedeutet, eingeschult zu werden. Dies ist eine sehr große Veränderung im Leben des Kindes. Bisher im Kindergarten, bei der Tagesmutter, zu Hause oder sonst wo. Nun soll es in einer Klasse dazu kommen, bisher unbekannte Kinder kennenzulernen. Manche Kinder kennen schon welche, andere Kinder kennen niemanden. Das Kind lernt den Lehrer kennen. Es lernt die Schule, das Klassenzimmer kennen. Und es lernt neue Regeln und Routinen. Ich könnte diese Liste fortsetzen, aber ich glaube nicht, dass es notwendig ist. Du hast mich verstanden. Die Anpassung, die dein Kind durchmacht, ist sehr groß.

Manche Kinder sehen dem Schulstart mit großer Vorfreude entgegen, andere Kinder sind ängstlich, nervös und unsicher. Hier gibt es kein Richtig oder Falsch. Es kann alles sein. Dein Kind darf fühlt, was es fühlt. Dein Kind darf sich unsicher fühlen. Dein Kind darf Angst haben.

Die neuen Reize, die in der ersten Schulwoche auf das Kind zukommen, sorgen bei manchen Kindern für großen Frust und Ärger. Gefühle, die oft nur gezeigt werden, wenn das Kind zu Hause ist. Zu Hause in seinem sicheren Hafen, wo es sich traut, all seine Gefühle zu zeigen.

Wenn dein Kind starke Gefühle für den Schulstart hat, erinnere dich daran, dass es völlig in Ordnung ist. In seinem Leben passiert gerade viel und das löst starke Gefühle aus. Der Grund dafür ist, dass die Veränderungen auch dazu führen, dass dein Kind unerfüllte Bedürfnisse hat, die es (mit deiner Hilfe) wieder erfüllen kann. Das ist völlig normal und bedeutet nicht, dass du als Elternteil etwas falsch gemacht haben. Lass mich das an einem Beispiel zeigen:

Eva ist 6 Jahre alt. Sie kommt in 3 Tagen in die Schule. Sie freut sich darüber und ist gleichzeitig sehr nervös und unsicher. Sie fragt sich, ob sie es schaffen wird? Wird sie Freunde finden? Wie wird der Lehrer sein? Etc. Es ist ihr wichtig zu wissen, was passieren wird und dass sie Freunde findet. Aber das kann sie erst wirklich wissen, wenn sie tatsächlich in die Schule kommt. Mit anderen Worten, ihre Bedürfnisse nach Sicherheit und Zugehörigkeit werden derzeit nicht befriedigt.

Photo by Yan Krukau

2.
Fühlst du als Eltern starke Gefühle, für den Schulstart deines Kindes?

Darüber hinaus haben Eltern auch Gefühle, wenn ihr Kind in die Schule kommt. Gerade wenn es das erste Kind ist, gibt es viele Aspekte, die die Eltern noch nicht kennen. Dies kann Unsicherheit oder andere unangenehme Gefühle auslösen. Auch hier verspüren manche Eltern große Vorfreude und andere Eltern fühlen sich unsicher und wieder andere sind traurig und finden es schwierig, sich vom Alten zu verabschieden.

Auch die Eltern dürfen sich an die neuen Schul- und Hausaufgabenroutinen gewöhnen. Das kann Freude, Interesse, Frustration oder auch Wut auslösen.

Auch Geschwister werden durch den Schuleintritt beeinflusst. Auch sie müssen sich anpassen, damit ihre Routine jetzt mit der Routine des Schulstarts-Kindes funktioniert. Für manche Geschwister ist das ganz ok und läuft von Anfang an flüssig. Andere Kinder empfinden Ärger, Eifersucht oder Wut und verstehen nicht, warum sie ihren Alltag anpassen müssen.

Für dich als Eltern können diese Aspekte sehr anstrengend sein. Du fühlst dich müde, gereizt, erschöpft von all den Herausforderungen. Und gleichzeitig stolz und glücklich, dass dein Kind jetzt in der Schule ist. All dies ist in Ordnung. Als Eltern darfst du auch Gefühle haben. Der Grund für dein unangenehmen Gefühle sind unerfüllte Bedürfnisse. Hier darfst du in dich hineinschauen, um zu verstehen, was du brauchst, sodass du dich wohler fühlst. Brauchst du zum Beispiel mehr Ruhe, Selbstbestimmung, Wertschätzung, Unterstützung, Schlaf usw. oder etwas ganz anderes.

3.
Fünf Impulse, wie du deinem Kind mit seinen Gefühlen für den Schulstart helfen kannst!

Kommen wir nun dazu, wie du deinem Kind mit seinen Gefühlen helfen kannst? Ich gebe dir hier 5 Impulse.

  1. Achte auf die Gefühle deines Kindes.

Dein erster Schritt ist, die Gefühle deines Kindes wahrzunehmen. Das klingt sehr einfach. Aber es kann im Alltag sehr herausfordernd sein. Vor allem, wenn der Alltag hektisch ist. Um die Gefühle wahrnehmen zu können, brauchst du erst einmal offen für Gefühle sein. Das bedeutet, Gefühle als Teil des Lebens und als Sprache des Körpers zu sehen. Die Gefühle sprechen zu uns. Sie sagen uns, wie es dem Körper geht. Dann brauchst du Feinfühligkeit, um das Gefühl zu sehen. Feinfühligkeit gelingt dir, wenn du dich der Gefühle bewusst bist und dich Zeit nimmst.

  1. Kommuniziere empathisch mit deinem Kind

Im zweiten Schritt kommunizierst du einfühlsam mit deinem Kind. Du gehst auf sein Gefühl ein. Du identifizierst das Gefühl und sprichst mit deinem Kind darüber, was dieses Gefühl auslöst. Hier ist es immens wichtig, die Botschaft zu übermitteln, dass das Gefühl deines Kindes in Ordnung ist. Dies tust du mit deiner Wortwahl und deiner Körpersprache. Dein Kind darf das Gefühl spüren. Du bist für dein Kind da. Dein Kind kann in die Schule kommen UND nervös sein. Achte hier auf das UND, es ist kein ABER. Mit dem UND vermittelst du die Botschaft, dass seine Gefühle in Ordnung sind.

Aus unserem Beispiel: Eva kommt in 3 Tagen in die Schule. Sie freut sich darüber und ist gleichzeitig sehr nervös und unsicher. Sie fragt sich, ob sie es schaffen wird? Wird sie Freunde finden? Wie wird der Lehrer sein?

  1. Verstehe die unerfüllten Bedürfnisse

Der dritte Schritt besteht darin, zu versuchen, den Grund hinter dem Gefühl zu verstehen. Hier suchst du nach unerfüllten Bedürfnissen. Denke daran eine kindgerechte Sprache zu verwenden, damit dein Kind dich versteht. In vielen Fällen sind die Schritte 1-3 ausreichend. Dein Kind fühlt sich dann verstanden und es geht ihm wieder besser.

Aus unserem Beispiel: Eva ist es wichtig zu wissen, was passieren wird und dass sie Freunde findet. Mit anderen Worten, ihre Bedürfnisse nach Sicherheit und Zugehörigkeit werden derzeit nicht befriedigt.

  1. Suche nach Handlungsmöglichkeiten

In einem vierten Schritt kannst du und dein Kind nach Ideen suchen, wie das unerfüllte Bedürfnis erfüllt werden kann. Ihr schreibt alle Ideen auf und überlegt, welche der Ideen ihr ausprobieren möchtet.

Aus unserem Beispiel: Um dem Sicherheitsbedürfnis gerecht zu werden, könnten folgende Ideen interessant sein. Besucht vorab den Schulhof und macht euch mit der Umgebung vertraut. Lasst euch den Tagesablauf im Detail klären. Finde ein Symbol, und lade es mit Liebe und Geborgenheit und legt es im Rucksack. Finde heraus, welche anderen Kinder in der Klasse gehen werden, und verabredet euch vorher zum Spielen. Usw.

  1. Behalte deine starken Gefühle für dich

Wie bereits erwähnt, löst der Schulstart auch bei dir Gefühle aus. Das ist völlig in Ordnung und du darfst deine Gefühle spüren und deinem Kind zeigen. Gleichzeitig rate ich dir, wenn du starke Sorgen und unangenehme Gefühle wie Stress, Traurigkeit, Frustration, Unsicherheit hast, diese Sorgen und Gefühle für dich zu behalten. Andernfalls besteht die Gefahr, dass du diese Sorgen und Gefühle auf dein Kind überträgst. Versuche, deinem Kind Ruhe, Geborgenheit, Liebe und Vertrauen zu vermitteln.

Kümmere dich um deine Sorgen und starke unangenehme Gefühle, wenn du Zeit für dich selbst hast. Versuche zu verstehen, welche unerfüllten Bedürfnisse sich hinter deinen Gefühlen verstecken. Und finde Handlungsoptionen, was du tun kannst, um deine unerfüllten Bedürfnisse zu erfüllen.

4.
Das wird das Ergebnis

Wenn du die unangenehmen Gefühle deines Kindes wie in den Impulsen beschrieben begleitest:

  • Fühlt sich dein Kind wohler.
  • Dein Kind wird gestärkt.
  • Es lernt, dass alle seine Gefühle in Ordnung sind und dass es auch mit unangenehmen Gefühlen zur Schule gehen kann.
  • Außerdem stärkst du die Beziehung zu deinem Kind.
  • Es fühlt sich von dir verstanden.
  • Das Selbstbewusstsein deines Kindes wird gestärkt.
Schulstart

5.
Zusammengefasst

Hat dein Kind starke Gefühle für den Schulstart?

Der Schulanfang bedeutet, dass viele starke Gefühle ausgelöst werden. Nicht nur für das Kind, sondern auch für die Eltern und Geschwister. Starke Gefühle können sehr kräftezehrend sein. Sowohl wenn wer anders starke Gefühle verspürt als auch du selbst. Wenn Gefühle nicht verstanden werden, kommt es in der Beziehung zum Kind zu einer Trennung. Wenn Gefühle verstanden werden, wird eine Verbindung zum Kind hergestellt.

Daher ist es wichtig, sich mit der Gefühlswelt deines Kindes zu beschäftigen. 5 Impulse, wie du deinem Kind mit seinen Gefühlen zum Schulstart helfen kannst!

  1. Nimm die Gefühle deines Kindes wahr
  2. Kommuniziere empathisch mit deinem Kind
  3. Verstehe die unerfüllten Bedürfnisse
  4. Suche nach Handlungsmöglichkeiten
  5. Behalte deine starken Gefühle für dich

6.
Was du als nächsten Schritt tun kannst

Beginne mit kleinen Schritten! Informiere dich zunächst über die Gefühle und Bedürfnisse deines Kindes. Dafür eignen sich meine Eltern Cards. Sie geben dir eine einfache und klare Einführung in Gefühle und Bedürfnisse.

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