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Streit am Familientisch? Schau dir das an!

Tatsache ist, dass das Familienessen ein emotional aufgeladenes Thema ist. Viele Familien streiten sich bei Familienessen. Als Eltern möchten wir gemeinsam mit der Familie das Essen genießen können – am besten ohne Konflikte.

Wie können wir das erreichen?

Im Text erwartet dich:

  1. „Das esse ich nicht!“ und andere Herausforderungen am Familientisch. Was kannst du tun, um deinem Kind zu helfen?
  2. „Du bleibst sitzen, bis du das Gemüse gegessen hast!“
  3. „Tischmanieren muss man lernen!“
  4. Statt so. Lieber so

„Das esse ich nicht!“ und andere Herausforderungen am Familientisch. Was kannst du tun, um deinem Kind zu helfen?

  • Du hast das Essen zubereitet. Dein Kind rümpft die Nase und sagt: „Das esse ich nicht!“ Du bist irritiert, weil dir Wertschätzung wichtig ist.
  • Dein Kind möchte am liebsten nur Süßes statt Gesundes essen? Du bist ratlos, wie du es motivieren kannst, sich gesund zu ernähren.
  • Dein Kind isst nur Nudeln, Reis und Co.? Du machst dich Sorgen, dass es zu einseitigen Essen bekommt.
  • Dein Kind isst kein Obst und Gemüse? Du bist besorgt, ob es genug Vitamine bekommt.

Wow, es gibt so viele herausfordernde Situationen, wenn es um Kinder und Essen geht. Aber die Liste endet hier nicht. Es gibt auch viele Herausforderungen, wenn es um Erwachsene und Familienessen geht, wie zum Beispiel:

  • Du möchtest, dass dein Kind alles auf dem Teller isst. Weil du denkst, dass es so sein sollte! „Man isst halt alles auf dem Teller auf.“ Auch wenn dein Kind sagt, dass es Satt ist.
  • Du versuchst, dein Kind mit Drohungen oder Bestechungen zum Essen zu motivieren. „Wer nicht aufisst, darf nicht fernsehen“, „Wer aufisst, bekommt Nachtisch“.
  • Du möchtest, dass dein Kind ruhig am Tisch sitzt, bis alle mit dem Essen fertig sind. Auch wenn dein Kind schon lange fertig ist. Denn „was sollen andere denken, wenn das Kind nicht einmal am Tisch sitzen bleibt!“
  • Du möchtest, dass dein Kind mit Messer und Gabel isst, aufrecht sitzt und mit geschlossenem Mund kaut. Denn „Tischmanieren muss man lernen!“

Auch diese Liste ließe sich fortführen.

Tatsache ist, dass das Familienessen ein emotional aufgeladenes Thema ist. Viele Familien streiten sich bei Familienessen.

Was kannst du tun, um deinem Kind zu helfen?

  1. Bleib gelassen!

Wahrscheinlich möchtest du, dass dein Kind eine gesunde Beziehung zum Essen entwickelt. Du möchtest wahrscheinlich, dass es lernt, auf seine eigenen Hunger- und Sättigungssignale zu hören.

Deshalb vermeide jeglichen Druck beim Essen. Verzichte auf Belohnungen und Drohungen. Akzeptiere es, wenn dein Kind Satt ist.

Wie würdest du dich fühlen, wenn du zum Essen gezwungen würdest?

  1. Vertraue deinem Kind!

Es gibt Kinder, die essen von Anfang an alles. Und es gibt Kinder, die erst sehr spät anfangen, Obst und Gemüse zu essen. Und es gibt Kinder, die dem neuen Essen sehr skeptisch gegenüberstehen. Alle diese Kinder sind normal. Das heißt nicht, dass du etwas falsch gemacht hast.

Biete deinem Kind an, neue Lebensmittel zu probieren. Wenn es etwas nicht probieren möchte, ist das in Ordnung. Wenn dein Kind bereit ist, neue Lebensmittel zu probieren, dann wird es das tun. Vertraue darauf, dass dein Kind auch zu diesem Schritt kommt.

  1. Beziehe dein Kind mit ein!

Viele Kinder wollen mitentscheiden und helfen. Wenn sie selbst entschieden haben, was sie essen wollen und an der Zubereitung beteiligt waren, dann sind sie mit dem Gericht besser vertraut. Dies erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass das Kind das Gericht isst. Vielleicht könnt ihr gemeinsam einen Wochenplan fürs Essen erstellen?

  1. Entscheide euch für ein paar Absprachen, an die ihr euch haltet.

Eine Mahlzeit ist so viel mehr als nur Nahrung. Es geht um Austausch, Freude, Genuss, Kontakt, Wertschätzung, Achtsamkeit, Ruhe etc. Finde heraus, was dir wichtig ist, bespreche dies mit deinem Kind. Frag dein Kind, was ihm beim Essen wichtig ist. Dann trifft ihr gemeinsam 1-3 Absprachen, an die ihr euch beim Essen hält. Hier gilt: Lieber 1 wichtige Absprache, an die ihr euch wirklich hält, als mehrere, die wahrscheinlich nicht alle eingehalten werden können.

„Du bleibst sitzen, bis du das Gemüse gegessen hast!“

Kind: Mama, ich will das Gemüse nicht essen

Mama: Ja, du isst das Gemüse.

Kind: Aber ich bin satt.

Mama: Du bleibst sitzen, bis du das Gemüse gegessen hast!

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Was ist hier los? Wie kannst du stattdessen bedürfnisorientiert reagieren? Hier ist ein Beispiel:

Kind: Mama, ich will das Gemüse nicht essen.

Mama: was ist los? Magst du das Gemüse nicht?

Kind: Doch, aber ich bin satt.

Mutter: Ich verstehe. Dein Magen sagt dir, dass du nichts mehr essen möchtest.

Kind: ja

Mama: In Ordnung. Wichtig ist mir aber auch, dass du Gemüse isst. Denn Gemüse ist gut für die Gesundheit. Bist du bereit, bei deiner nächsten Mahlzeit Gemüse als Vorspeise zu essen?

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Das Dauerthema: Gemüse essen! Manche Kinder mögen Gemüse. Andere nicht. Ich selbst habe ein Kind, das Gemüse liebt und ein Kind, das Gemüse hasst… Ich weiß also, wie einfach das Thema sein kann und gleichzeitig, wie schwierig das Thema sein kann.

Im ersten Dialog oben entsteht keine Verbindung. Vielmehr versucht die Mutter ihre Ziele mit Hilfe von Macht zu erreichen. Im zweiten Dialog entsteht eine Verbindung. Die Mutter versteht, warum die Tochter das Gemüse nicht essen möchte, und kann lösungs- und bedürfnisorientiert reagieren.

Egal welche Herausforderung dein Kind beim Essen hat. Wenn du dich nicht die Zeit nimmst, zuzuhören, zu verstehen, was vor sich geht, ist es schwierig, eine Lösung zu finden.

Was denkst du? Ist es machbar oder kompliziert?

„Tischmanieren muss man lernen!“

Möchtest du, dass dein Kind Tischmanieren lernt?

Ich mag es, wenn meine Kinder Tischmanieren zeigen. Gleichzeitig ist es für uns kein Muss.

Aber wenn ich ganz ehrlich bin, wenn die Kinder mit vollem Mund reden, mit den Händen essen usw., dann fühle ich mich immer geekelt. Und dann habe ich keine Lust mehr zu essen. Daher kann ich voll und ganz verstehen, dass viele Menschen großen Wert auf Tischmanieren legen.

Gleichzeitig bin ich dagegen zu sagen: „Tischmanieren muss man lernen!“ Weil ich finde, dass Tischmanieren nicht für Allgemeingültig gehalten werden soll. Es gibt Leute, denen Tischmanieren egal sind. Und es gibt Leute, denen Tischmanieren wichtig sind. Dann stellt sich auch die Frage: Was sind Tischmanieren?

Wenn du der Überzeugung bist, dass „Tischmanieren ein Muss“ ist, dann lade ich dich herzlich ein, dich mit dieser Überzeugung auseinanderzusetzen. Um zu verstehen, warum du so denkst. Stehst du hinter dem Glauben oder willst du ihn revidieren? Was meinst du mit Tischmanieren? Gibt es Dinge, die dir nicht so wichtig sind? Gibt es Dinge, die dir sehr wichtig sind. Welches Gefühl wird bei dir ausgelöst? Welches Bedürfnis versuchst du zu erfüllen.

Diese Fragen helfen dir, bewusster mit dem Thema umzugehen. Das nächste Mal, wenn dein Kind dich fragt, warum du nicht möchtest, dass es mit Essen im Mund spricht. Dann kannst du klar antworten: „Ich fühle mich geekelt, wenn ich das zerkaute Essen sehe und höre. Mir ist es wichtig, mein Essen zu genießen. Es fällt mir schwer, wenn ich mich gleichzeitig geekelt fühle. Deshalb bitte ich dich, dein Essen zu schlucken, bevor du sprichst. Bist du bereit, mir dabei zu helfen?”

Was meinst du?

Mit welcher Alternative würde dein Kind am ehesten kooperieren wollen:

  1. A) Wenn du sagst: “Tischmanieren muss sein!”

oder

  1. B) Wenn du sagst: „Ich fühle mich geekelt, wenn ich das zerkaute Essen sehe und höre. Mir ist es wichtig, mein Essen zu genießen. Es fällt mir schwer, wenn ich mich gleichzeitig geekelt fühle. Deshalb bitte ich dich, dein Essen zu schlucken, bevor du sprichst. Bist du bereit, mir dabei zu helfen?”

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Statt so. Lieber so

Statt so: „Du musst alles auf deinem Teller aufessen.“ 

Lieber so:„Iss, bis dein Bauch dir sagt, dass du Satt bist. Nur du kannst deinen Bauch fühlen und ihm zuhören!“

Statt so:„Wer aufisst, bekommt Nachtisch.“

Lieber so:„Nach dem Essen gibt es Nachtisch für alle.”

Statt so:„Wer nicht aufisst, darf nicht fernsehen.“

Lieber so: „Wenn du satt bist, hör auf zu essen. Nach dem Abendessen kannst du fernsehen.“

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