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Das Loch im Käse!

Ich habe Frühstück zubereitet. Alles ist auf dem Tisch. Brot, Butter, Käse usw. Ich rufe meine Kinder zu mir. Bevor sie da sind, hole ich meinen Pullover.

Als ich zurückkomme, hält mein 4,5-jähriger Sohn den Käse in der Hand. Er zeigt mir den Käse. Der Käse hat jetzt ein 2×3 cm großes Loch in der Mitte des Käses. Das Loch war vorher nicht da. Strahlend sagt er mir:

„Mama, schau, was ich gemacht habe. Ich habe ein Stück Käse genommen. Selbst! Mit dem Messer.“ Er ist stolz, er spürt die Selbstwirksamkeit.

Ich denke: „Der Käse hat ein Loch. Ein großes Loch. Das wird mit einem Käsehobel schwer zu schneiden sein.“

Ich sehe, wie stolz und zufrieden mein Sohn ist. Das löst Freude in mir aus. Eigentlich ist es egal, wie der Käse aussieht. Das Wichtigste ist meiner Meinung nach die Beziehung zu meinen Kindern. Dass wir glücklich sind. Dass meine Kinder ein gesundes Selbstbewusstsein entwickeln. Dabei hilft die Selbstwirksamkeit.

Ich antworte meinem Sohn: „Ja, ich sehe. Du hast dir ein Stück Käse rausgeschnitten. Du hast es geschafft! Selbst!” Ich feiere ihn.

Meine 6,5-jährige Tochter beobachtet uns. Jetzt nimmt sie auch den Käse und schneidet das Loch noch größer. Ich verstehe sie. Sie will auch zeigen, dass sie es kann. Gesehen werden. Ich feiere sie auch, dass sie es selbst geschafft hat.

Das hätte ich vor 5 Jahren nicht gekonnt!

Genau die gleiche Situation hätte damals bei mir Irritationen oder Wut ausgelöst. Ich denke darüber nach. Ich erinnere mich an Überzeugungen wie:

  • „So etwas macht man nicht“,
  • “Der Käse muss sauber mit einem Käsehobel geschnitten werden”,
  • „Du bist alt genug, um so etwas nicht zu tun!“

 

Überzeugungen, die ich nicht mehr habe. Gerade bewiesen, denn:

  • Meine Kinder haben genau das gemacht. Was “man” macht, ist mir Wurst!
  • Der Käse kann auch mit einem Messer mittendrin geschnitten werden. Ich habe das gerade gesehen.
  • Und alt genug? Was bedeutet das eigentlich? Auch als Erwachsener möchte ich gesehen werden… Selbstwirksamkeit erfahren.

Was passierte dann?​

Wir sprachen darüber, was passieren würde, wenn wir den Käse weiter so schneiden würden. Meine Kinder kommentierten, dass der Käse dann in Stücke zerbrechen würde. Und ein Käsehobel wäre wahrscheinlich schwierig zu bedienen. Und wir hätten lieber Käsescheiben auf dem Brot als Käsestücke auf dem Brot.

Ich habe meine Kinder gefragt: Und was machen wir jetzt?

Lass uns den Rest mit einem Käsehobel schneiden, antworten beide der Reihe nach. Die Lösung ist auch in Ordnung für mich. Dann haben wir gemeinsam entschieden, dass wir den Käse ab jetzt mit einem Käsehobel schneiden.

Was lerne ich daraus:

  • Wenn ich meinen Kindern zuhöre, verstehe ich die Perspektive meiner Kinder.
  • Wenn ich die Perspektive meiner Kinder verstehe, dann werden Freude, Verständnis und Hilfsbereitschaft in mir ausgelöst.
  • Wenn ich meinen Kindern Raum gebe, sich auszudrücken, dann werden sie eine Lösung finden.

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